Verein zur Unterstützung von Wachkoma-Patienten
Tiergestützte Therapien Hippo-/Delfin-/Canistherapie
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Hippotherapie / Delfintherapie / Canistherapie

Hippotherapie im Techno-Takt, bei 160 beats/min., das Gehen wieder spüren
auf der Love-Parade in Berlin tanzen jedes Jahr bis zu 1.5 Millionen Menschen zu dem in Herz und Nieren gehenden Rhythmus der Techno-Musik.

Stellt sich die Frage; was dieses zum Teil nervenaufreibende „bummbummbumm“ – sofern man nicht gerade in der wogenden Masse mittanzt- mit dem Reitsport und der Hippotherapie zu tun hat. Es ist der Takt. Techno pulsiert mit 160 „beats per minute ( Impulse, Schwingungen oder Wellen)
Gleiches tut ein Pferd – die Grundlage für die sogenannte Hippotherapie. Dazu später mehr………
Das Reiten als Therapie untergliedert sich in verschiedene Bereiche, die zur Therapierung von z. Beispiel Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern bis hin zu spastisch gelähmten Menschen im Rollstuhl eingesetzt werden. Sinn und Zweck ist dabei nicht nur die physische Linderung der meist unheilbaren Krankheiten und Beschwerden. Besonders der emotional-ideelle Aspekt gibt Menschen, die von der Gesellschaft als Randgruppe gemieden werden ( das ist leider immer noch bittere Realität) wieder Hoffnung. Selbstvertrauen und Lebensqualität. Die Bereicherung des Lebens durch die Harmonisierung von Psyche, Geist und Körper ist ja für uns gestresste Neuzeitmenschen, die wir uns als normal empfinden, schon eine Art entspannender, ausgleichender Jungbrunnen. Für diejenigen aber, denen das Schicksal, ein Unfall oder die Genetik der Vorfahren übel mitgespielt haben, bedeutet der psychosomatische Zusammenklang durch den Partner „Pferd“ das Non plus ultra.
Die Hippotherapie ist kurz gesagt die Krankengymnastik auf der „Turnmatte“ Pferd. Spastisch Gelähmte, Rollstuhlfahrer, halbseitig gelähmte (Hemiparese) etc. können bei der Hippotherapie auf neurologischer Grundlage das Gefühl des Gehens und längst vergangener Mobilität wieder erspüren.
Die Hippotherapie wird ohne Sattel mit direktem Kontakt zum Pferdekörper durchgeführt. Durch die „schaukelnde Bewegung“ des Pferdes wird dem Patient das Gefühl des normalen Gehens vermittelt, wobei den Eingans erwähnten 160 Impulsen /Minute eine imense Bedeutung zukommen. Durch diesen Takt werden alle Muskelgruppen im Körper angesprochen. Wenn ein konventioneller Krankengymnast und ein Therapiepferd einen Wettbewerb gegeneinander antreten würden, dessen Ziel die Beweglichkeit eines spastisch Gelähmten zu verbessern wäre, das Pferd würde Sieger sein.
Ein konventioneller Therapeut kann in 60 Minuten nicht das erreichen, was die Hippotherapie in 20 Minuten schaffen kann. Die durch die Pferdebewegung geschaffenen Reize aktivieren nämlich den gesamten sensorischen und motorischen Teil des menschlichen Nervensystem

Für den Inhalt Verantwortliche : Andrea Kupka / Fachlich Dörte Krüger .
Kostenübernahme bei Kindern möglich. Chancen bei Kindern gut. Erwachsene weniger

Delfintherapie

Sehr häufig wird diese Therapie als eine Art „Wundertherapie“ gepriesen. Dabei ist sie auch nur Eine von vielen tiergestützten Therapiemaßnahmen, die wie alle anderen Therapien auch helfend, unterstützend, lindernd eine Krankheit oder Zustand bessern kann. Bei der Delphintherapie gibt es viele Angebote in Europa und auch in Übersee. Zweifelsfrei sind die Delphinarien zu bevorzugen, in denen die Tiere „Freilebend“ gehalten werden.
Unter „ Freilebend“ ist zu verstehen, dass die Delphine nicht dressiert sondern nur trainiert sind. Nur der trainierte Delphin behält seine tierischen Instinkte und Verhaltensweisen. Er orientiert sich an sich selber. Er verrichtet ihm gezeigte Dinge auf seine Art. Das heißt, er verrichtet sie freiwillig. Der „dressierte“ Delphin erledigt auf Anweisung ihm andressierte Aufgaben. Er erledigt Aufgaben nicht freiwillig sondern wird dazu angehalten. Man muss die Verhaltensweisen dieser Tiere kennen um zu wissen wie wichtig diese Dinge, gerade im Hinblick auf mögliche Erfolge der Therapiemaßnahme, zwischen dem Delphin und dem Menschen sind.
Wie bei allen Therapiemaßnahmen grundsätzlich sollten vor Beginn einer Maßnahme die zu erreichenden Ziele ins Auge gefasst werden. Alle weltweit bekannten Delphinzentren sollten vorher genau auf ihre Leistungen untersucht werden. Nicht der Preis allein ist entscheidend, sondern die dafür erbrachten Leistungen. Diese sind in den meisten Delphinzentren doch sehr spärlich bis ungenügend. Auch die Angebote an Tieren und speziell ausgebildeten Therapeuten lässt vielfach sehr zu wünschen übrig. Auch die Therapien in Übersee sollten vorher abgecheckt werden. Preis und Leistung, bezogen auf die reine Therapie, sind zwar leicht überzogen doch noch hinnehmbar. Das Preis/Leistungsverhältnis, bezogen auf Reise, Unterkunft und Logistik, muss leider als großer Nachteil für Teilnehmer beurteilt werden. Der Preis steht oftmals in keinem Verhältnis zu den erbrachten Leistungen.

Sämtliche Kosten für eine Delphintherapie müssen Privat gezahlt werden.
Zudem sind auch noch lange Anreisewege und Zeiten zu
berücksichtigen.

Anreisewege innerhalb Deutschlands zu den großen Flughäfen sowie dortige Zwischenaufenthalte und Wartezeiten bei der Ankunft am Zielflughafen beinhalten Reisezeiten von mehr als 10 Stunden ohne Pausen. Reisen nach Übersee von bis zu 20 Stunden und mehr. Je nach Patient und Krankheit ein oftmals gefährlich langer Zeitraum für Teilnehmer. Hier gilt vorher ärztlichen Rat einzuholen.
Maßnahmen in europäischen Zentren kosten ab etwa 3.500 € (Patient + Begleitperson)+ Flug+ÜN
Maßnahmen in Übersee kosten in etwa ab 7.500 € (Patient + Begleitperson) Die Teilnahme an einer Delphintherapie beinhaltet auch ein Stück Glaube. Glaube an Heilung. Doch Therapien können nicht heilen, sie können nur helfen und unterstützen. Fakt ist aber auch, das alle Faktoren einer Delphintherapie zusammen, vor allem in Übersee kurz gefasst “Urlaubsstimmung vermitteln”, und damit dafür Sorge tragen, das ein Erfolg immer vorhanden ist und sei er nur in der leidgeprüften Seele der Betroffenen und deren Angehörigen.

Personen, deren englische Sprachkenntnisse zufriedenstellend sind, wird empfohlen, sich mit den Therapiezentren direkt in Verbindung zu setzen (Adressen im internet) dadurch können Kosten eingespart werden. Ebenso sollten An- u. Rückreise sowie der Aufenthalt selber gebucht werden. Sie buchen also einen “Urlaub”. Man kann mit dieser Vorgehensweise sehr viel Geld sparen. Allen Therapiezentren muss leider zum Teil schlechte Organisation und wenig transparenz bei den eingehenden Spenden vorgehalten werden. Kein Verein der in Deutschland Delphintherapien anbietet, wurde bisher von negativer Berichterstattung im TV verschont. Vorsicht ist also grundsätzlich geboten. Das gilt jedoch bei allen Therapieangeboten die Privat gezahlt werden müssen.

Canistherapie .....       was ist Canistherapie ?

Die Canistherapie ist eine Tiergestützte Therapie mit einem Hund. Eingesetzt werden können jedoch alle Tiere, welche sich vertraulich und umgänglich zum Menschen verhalten. Die Therapie wird unter anderem eingesetzt zur Rehabilitation neurologischer Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystem und der Muskulatur. Bekannt wurde diese Therapie dadurch, das Hundehalter in Alteneinrichtungen gingen und die alten Menschen dem Tier Zuneigung entgegen brachten. Die Therapie kann auch hilfreich sein bei Wiedereingliederung sozial, geistig oder auch körperlichbenachteiligter Personen in der Gesellschaft oder in das Privatleben.
Über die Sinnensorgane wie Haut, Augen, Nase und Ohr werden die Reize gefördert. Diese Reizung geschieht unter Einbeziehung des Tieres über das Fell, der Temperatur, Geräusche, Gerüche und Bewegungen. Es handelt sich dabei um eine natürliche Reizstimulation. Das Ziel ist eine Erweiterung und ein Aufbau der zentralen Nervenbahnentwicklung, eine Förderung der Sensibilität, der Wahrnehmung und der Empfindung beimMenschen. Die Therapie ist für Erwachsene ebenso geeignet wie für Kinder
Die Therapie kann auch unterstützend und ergänzend in einer schon bestehenden Therapiemaßnahme, wie die Ergo- oder/und Physiotherapie eingesetzt werden. Das ist jeweils abhängig von jedem einzelnen Krankheitsbild bzw. der Schwere der Erkrankung
Ein Vorteil der Hunde ist, dass der Hund an verschiedenen Orten einsetzbar ist und so das Tier zu den Patienten kommen kann. Hunde haben in unserer Gesellschaft auch einen besonderen Stellenwert eingenommen. Bei Patienten mit einer Beeinträchtigung, ist die Kontaktaufnahme und die Kommunikation mit einem Hund sehr wertvoll.
Die durch die Natur dem Hund gegebenen Eigenschaften, wie die sensiblen Wahrnehmungen durch z. Beispiel Geruchs- und Hörsinn, ermöglichen ihm eine nähre Beziehung mit dem Menschen und insbesondere eine intensivere und mitfühlende Kommunikation mit Behinderten einzugehen.
Tiere, vor allem der Hund, stellen weniger Ansprüche an den Menschen als der Mensch an sich selber. Die Patienten fühlen sich so nicht überfordert und können dadurch spontaner reagieren. Zu beobachten ist, dass die Patienten während der Therapie durch diese Verbindung Tier-Mensch entspannter und motivierter wirken und sind. Jeder Reiz ist eine Aktivierung und der 1. Schritt zur Erlernung oder Wiederherstellung von Aktivitäten.

Der Verein zur Unterstützung von Wachkoma-Patienten kann diese Therapieart auch nicht unbedingt empfehlen. Diese Wertung geschieht aufgrund viel zu hoher Kosten für den Patienten. Wer eine solche Therapie mitmachen möchte, der sollte sich vor Beginn einer Maßnahme einen detaillierten schriftlichen Kostenvoranschlag erstellen lassen, damit er später keine Überraschungen erleben muss. Außerdem, unserer Auffassung nach handelt es sich bei den meisten Tieren z. Beispiel Hund, Katze usw.nicht um einen Therapieeinsatz. Der Patient kann nicht wie beim Pferd darauf Platz nehmen, er kann max. nur treicheln. Wer einen Nachbarn mit einem zutraulichen Hund, Katze, usw. hat, der sollte diesen Fragen ob er sein Tier für eine Streicheleinheit zur Verfügung stellen könnte. Kostet nichts und stärkt die Bindung zum Nachbarn